Rückblick

tja, ich habe mal so auf mein Leben zurückgeblickt und was soll ich sagen, ich habe immer gearbeitet… in 10+x  Jahren gehe ich in Rente.

Ich bin Bürokauffrau und habe die ganzen Jahre ohne Unterbrechung Vollzeit gearbeitet.

Nach der Wende, ich stamme aus der Ex-DDR, kam für viele Leute die Arbeitslosigkeit. Ich jedoch hatte immer einen Job, war mal einen Monat arbeitslos. Ich hatte immer das Ziel, für mich selbst sorgen zu können.

Erst die letzten 10 Jahre arbeitete ich in Teilzeit.

Jetzt könnte jemand denken ich hätte mir ein schönes Sümmchen gespart. Ja, schön wärs. Ich bin keine Verschwenderin und habe mir nicht so viel geleistet, keine großartigen Reisen gemacht, normale Kleidung, normale Lebensführung.

Wo ist nun das viele Geld, dass man durch Hände Arbeit erwirtschaftet, wo ist es verblieben?

Die Antwort ist ernüchternd.

Um meine Existenz zu finanzieren habe ich Jobs von Zeitarbeiten angenommen. Ja, ich hatte immer einen Job und nein, ich habe nicht vom Amt gelebt, außer mal den einen Monat, das gebe ich zu.

Alles aus falschem Stolz, alles, um sagen zu können, ich liege niemanden auf der Tasche.

Wenn ich Rentnerin bin, werde ich wohl Grundsicherung beantragen müssen.

Irgendwas läuft doch schief im Staate Däne…. ähm Deutschland.

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Autor: nur ein Leben

meine Heimatstadt ist Magdeburg an der Elbe. Dort habe ich viele Jahre meines Lebens verbracht. Seit über 10 Jahren bin ich jetzt in Frankfurt, ich habe Heimweh bekommen. Erst war ich froh, dass ich aus Magdeburg weg war. Alles öde und langweilig. Ich fühle mich einsam in Frankfurt, keine alten Freunde aber auch keine neuen Freunde, nur Bekannte eben. Alles ist hier mißtrauischer, vielleicht ich auch, man lässt keinen an sich heran. Vertrautheit fehlt mir, zusammen abends in der Küche sitzen und Tee trinken, stundenlang klönen und Probleme wälzen. Gemeinsam kochen und gemeinsam essen, lachen, die ganze Wohnung duftet nach Kohlsuppe, Wundersuppe zum Abnehmen. Doch man nimmt nicht ab, sie ist so lecker, dass man 2 Portionen isst. Und wieder das Lachen, man muss ja eigentlich gar nicht abnehmen. Aber sie war so lecker und das Abnehmen war nur als Alibi gedacht, weil die Wohnung stank! Jetzt ist alles anders, ich sitze alleine in der Küche, keine Freunde, kein Lachen, keine Kohlsuppe. Die Wohnung dafür dezent parfümiert mit Linari. Alles wohlgeordnet und doch fehlt etwas. Tja, das was man wirklich braucht im Leben kann man nicht mit Geld bezahlen.

Ein Gedanke zu „Rückblick“

  1. DAS ist ja wohl richtig traurig und ja, es läuft schon lange einiges schief! Kann nicht sein, dass jemant auf Niveau von Grundsicherung fällt, wenn er lebenslänglich gearbeitet hat. Geht gar nicht!!!
    Ich wurde ja schon sehr jung berentet und bin auch keine Empfängerin von Grundsicherung, doch man bekommt immer weniger für sein Geld und die Miete steigt auch immer mehr. Darf man gar nicht drüber nachdenken.
    Kopf hoch und liebe Grüße von Anke

    Gefällt 1 Person

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